Aus der Ferne ganz nah

Geschrieben von erospa am 6. Mai 2010 unter Erotische Geschichten | Den ersten Kommentar schreiben

Nur zwanzig Minuten, zwanzig ellenlange Minuten am Flughafen, die ich noch warten musste. Zwanzig sich hinziehende Minuten, die mich von Natalie trennten. Sie, die in meiner Jugendzeit meine beste Freundin war, das Mädchen, mit dem ich mich am liebsten traf und dem ich all meine geheimen und geheimsten Heimlichkeiten anvertraute. Naja, beinahe. Wie unglücklich ich geheult hatte, als mir Natalie aufgeregt erzählte, dass sie mit ihren Eltern nach Australien auswandern würde. Sie war happy – und ich zwei Stunden später in meinem Jugendzimmer am Boden zerstört. Meine Mutti wollte mich trösten, doch ich war untröstlich.

Ich gönnte Natalie das Abenteuer, hätte mir aber ihre Anwesenheit gegönnt. Schließlich kam die Abreise und sie war fort, am Vorabend ein letztes Drücken, ein letztes gemeinsames Kichern und bittere Abschiedstränen. Ihre Eltern nahmen mich gleichfalls in den Arm, vielleicht wussten sie besser als Natalie wie schwer mir das Loslassen von ihr fiel. Am nächsten Tag blieb ich mit der aufgezwungenen Leere zurück. Viele, tausende Kilometer trennten uns, unerreichbar. Zuerst schrieben wir uns lange Briefe und E-Mails, aber die Kontaktfrequenz lichtete sich wie das Haupthaar meines Opas, bis nur eine Glatze übrig blieb.

Aber wir entsonnen uns einander, nahmen den Kontakt Jahre später wieder auf und stellten gemeinsam fest, dass wir erwachsen geworden waren. Natalie hatte in Down Under einen Freund, ich in der Heimat. Nach drei Monaten erhielt ich eine E-Mail von ihr, sie würde Deutschland besuchen – und mich auch, wenn ich nichts dagegen hätte. Ich sprang auf, rannte zu Robby in die Küche, wo mein Liebster asiatische Nudeln im Wok schwenkte und meine Begeisterung kaum fassen konnte. Ich würde Natalie wieder sehen, in wenigen Wochen schon! Ich telefonierte noch am selben Tag über einen Messenger mit ihr und drängte Natalie unser Gästezimmer auf. Bis sie das Angebot annahm.

In mir prickelte es von da an wie wild. Sicher, ich hatte einen Freund, aber ich fand Natalie schon als Jugendliche sexy. Rückblickend war ihre Abreise nach Sydney der erste Anlass für ausgewachsenen Liebeskummer. Tief in mir gestand ich mir damals ein, dass ich in Natalie verliebt war. Diese Verliebtheit zeigte sich prompt wieder, als sie sich bei mir gemeldet hatte. Und der Tag ihrer Ankunft in good old germany machte mich sogar hitzig, obwohl ich Robby aufrichtig liebte.

Mein Herz pochte wie wild, als ich neben Robby am Flughafen auf Natalie wartete. Zwanzig Minuten. Noch zehn Minuten, bis das Flugzeug mit Natalie an Bord landete. Ich hielt auf den Zehenspitzen nach ihr Ausschau, war hibbelig und biss mir auf die Lippe. Bis ich sie sah! Ihr Anblick war wie ein Schlag!

Natalie, braun gebrannt, wunderschön, erwachsen und strahlend. Wir fielen uns in die Arme, ich hätte sie am liebsten geküsst. Stattdessen stellte ich Robby und sie einander vor. Sie grinsten sich an. Mein Freund kümmerte sich um ihr Gepäck und ich schlenderte mit Natalie Arm in Arm hinter ihm her.

Am liebsten hätte ich Natalie in Beschlag genommen, aber ich hielt mich zurück, gönnte ihr die Erholung und verstand, dass sie ihre geplanten Wege in den nächsten Tagen gehen musste. Am Ende der ersten Woche allerding hatten wir einen Abend zu dritt geplant und Robby, mein meisterlicher Hobbykoch, hatte versprochen, etwas Leckeres auf den Tisch zu zaubern. Diesem Abend fieberte ich entgegen. Wir Mädels machten uns frisch und hübsch, Natalie sah umwerfend aus und ihr leichter Aussie-Akzent, den sie sich angeeignet hatte, war einfach sexy. Wir unterstützten Robby in der Küche, versüßten uns die Zeit mit Rotwein und quatschten ausgelassen. Das Essen schmeckte später fantastisch, noch besser mundete der Wein, der mich zu etwas Besonderem hinriss.

Es war schon spät, Natalie saß neben mir. Ich roch sie, manchmal berührten wir uns wie Freundinnen, ich hörte ihr lachen. Unüberlegt legte ich meinen Arm um ihre Schulter, sie sah mich an – und ich küsste sie spontan. Früher hatte ich davon geträumt – nun tat ich es. Unsere Lippen öffneten sich, unsere Zungen berührten sich, wir knutschten intensiv. Ein wunderschönes Gefühl durchströmte meinen Körper, aber mir fiel Robby ein. Ein Blick verriet, dass er es genoss, seine Liebste und ihre Freundin beim Küssen und bald auch beim Streicheln zu beobachten. Natalie erwiderte mein Treiben, sie schwelgte mit mir umschlungen. Als wir anfingen, uns auszuziehen, schlug Robby leise vor, ins Schlafzimmer zu gehen. Im gleichen Atemzug fragte er, ob er zusehen dürfe.

Natalie sah mich an, wir lächelten, nahmen ihn bei den Händen und er durfte zusehen. Er saß auf meinem Sessel neben dem Bett, es heizte uns richtig an, dass er uns beobachtete. Wir entblätterten uns sexy, streichelten unsere Brüste, unsere Pos. Lange küsste ich ihre Nippel, saugte an ihnen und spürte, wie Natalie immer unruhiger, erregter wurde. Meine Hand wanderte über ihren sportlichen Körper, ich erreichte ihre rasierte Scham und fühlte kurz darauf die Nässe, die sich dort gebildet hatte. Mir war danach, ihren zuckenden Hot Spot mündlich zu erforschen, schmeckte ihre Weiblichkeit und hörte ihr aufrichtiges Stöhnen, das ich Natalie durch meine Zungenfertigkeit entlockte. Gelegentlich fiel mein Blick zu Robby, der ebenfalls Laute der Lust von sich gab und sich intim streichelte. Das fand ich extrem geil, doch viel schöner war es, Natalie zu verwöhnen, sie atemlos zu machen, bis ich sie an dem Punkt hatte, wo jede kleine Berührung an ihrem Lustzentrum der Auslöser für einen Höhepunkt sein konnte.

Ich zögerte es hinaus, steigerte damit die Lust von uns dreien, von Natalie am meisten. Bis sie unruhig forderte, was sie begehrte – und ich durfte es ihr schenken. Wenige Berührungen und Natalie explodierte hell seufzend, bebend und zuckend. Langsam erholte sie sich, besann sich auf mich. Ihre schlanken, weichen Finger erkundeten mein Intimstes, bis auch sie mir ihre Zungenfertigkeit eindringlich bewies. Meine Lust war groß und das Genießen war nicht von langer Dauer – aber intensiv. Als ich kam, schaute ich instinktiv zu Robby – und auch er erlebte in diesem Moment seine Vollendung.

Am nächsten Morgen wachte ich neben Robby auf, Natalie schlief im Gästezimmer. Wir verloren am Frühstückstisch kein Wort über das, was am Vorabend passiert war. Vor dem ersten Schluck Kaffee war Verlegenheit ein Gast im Raum, der jedoch rasch Abschied nahm. Ein zweites Mal gab es nicht, aber vier herrliche Wochen mit Natalie. Ein Jahr später flog ich mit meinem Freund zu Natalie nach Sydney und dort überkam uns dann doch erneut die Lust – und Robby durfte sogar mitmischen.

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