Sex beim Autofahren – gefährlich oder geil?
Sex ist einfach geil, das wissen wir alle. Wenn Sex aber in seiner ursprünglichen Form und in seinen Variationen nicht mehr ausreicht, suchen Leute einen zusätzlichen Kick während des Akts. Oder es passiert einfach so, aus einer lustbetonten Laune heraus – Sex beim Autofahren. Ist Sex bei rasendem Tempo nur geil oder einfach nur geil gefährlich?
Straßen-Verkehr
Wiederholt vernimmt man aus der Presse Meldungen von lusthungrigen Paaren, die sich mit Sex auf der Autobahn oder auf der Landstraße vergnügen. Ein bisschen gegenseitiges Fummeln oder auch Oralsex, bei dem der Fahrer seinen Knüppel geleckt bekommt, sind noch die harmlosesten Vorkommnisse. Denn eines ist sicher, wer hinter dem Steuer im fahrenden Fahrzeug Sex hat, dessen Aufmerksamkeit ist sicher nicht auf den Straßenverkehr gerichtet, sondern auf den heißen Verkehr unterhalb der Gürtellinie.
Sex bei über 130 Stundenkilometern
Ein Norweger beispielsweise sorgte mit seiner Liebsten im Jahr 2009 für Schlagzeilen, weil er Sex hinter dem Steuer bei über 130 Stundenkilometern hatte. Der damals achtundzwanzigjährige fiel der örtlichen Polizei auf, weil er die auf Norwegens Autobahnen erlaubte Geschwindigkeit von 100 km/h überschritt, zudem schlingerte sein Wagen über die Fahrspur, als sei er besoffen. Die Autobahnpolizei machte sich an die Verfolgung und war erstaunt, als sie eine junge, auf seinem Schoß sitzende Frau entdeckten, die sich heftig und vor allem in eindeutiger Manier bewegte. Die beiden Norweger hatten ohne Zweifel Sex bei Tempo 130. Weil der entzückende Rücken seiner Freundin die Sicht auf die Straße versperrte, aber wohl vor allem wegen der heißen Gefühlseindrücke, die von der intimen Betätigung ausgingen, konnte er das Auto nicht mehr vernünftig lenken. Nicht auszudenken, was passieren hätte können, wenn die norwegischen Polizisten ihn nicht am nächsten Rastplatz aus dem Verkehr gezogen hätten – im wahrsten und im doppelten Sinne. Die Folge für den Fahrer: sofortiger Führerscheinentzug und eine Anzeige sowie unfreiwillige Berühmtheit in eindeutiger Pose auf dem Polizeivideo, welches das „Vergehen“ während der spritzigen Fahrt festhielt. Später erhielt er des Weiteren eine saftige Geldstrafe und ein Fahrverbot.
Gefährliche Wahrheit
Im Jahr 2006 wurden britische Umfrageergebnisse bekannt, aus denen hervorgeht, dass von 4000 befragten Briten immerhin 68 Prozent mindestens einmal Sex im Auto hatten. Von diesen 68 Prozent hatte wiederum jeder Zehnte sogar Sex während der Autofahrt. Diese Studie wurde von einer Versicherungsgesellschaft in Auftrag gegeben und die Assekuranz konnte die Ergebnisse kaum fassen. In der Tat kann es ein mulmiges Gefühl auslösen, diese Zahlen zu kennen, denn wer möchte von einem sexlustigen Paar bei hohen Geschwindigkeiten über den Haufen gefahren werden? Genau das ist das perfide, nicht nur die poppenden Fahrer und Beifahrer, sondern auch am Beischlaf unbeteiligte Dritte sind höchst gefährdet. Es ist davon auszugehen, dass auch auf deutschen Straßen solcherlei Vorkommnisse auftreten, die ihm Straßenverkehr nicht passieren dürfen.
Direkt harmlos wirken hinter solchen Hintergründen Staus, die durch ein hastig abgestelltes Kfz auf der Autobahn verursacht werden. So geschehen im Februar 2007 in Israel. Zuerst war unklar, warum sich ein Stau gebildet hatte, bis die Polizisten das Pärchen im auf der Fahrbahn geparkten Wagen beim Sex erwischten. Eine Geldstrafe wegen Verkehrsbehinderung war die Folge für das sexhungrige Paar.
Ausweichmanöver
Wenn die Geilheit während einer Fahrt gnadenlos zuschlägt, ist die weite Strecke bis zum Zielort sicher eine „Verkehrsbehinderung“. Eine gefährliche Sexnummer während der Fahrt, am Ende noch bei Höchstgeschwindigkeiten, ist keine Alternative, wenn man nicht Gefahr laufen möchte, sich mit dem Wagen beim Sex unbefriedigend um einen Baum zu wickeln – oder mit einem anderen Kraftfahrzeug zu kollidieren. Die weitreichenden Folgen für andere und sich sind selbstredend, darauf muss nicht eingegangen werden. Aber es gibt prickelnde Ausweichmanöver, wenn die Erfüllung der Lust nicht lange warten soll.
Parkplatz: Den nächst gelegenen Parkplatz oder eine Raststätte ansteuern, einen ruhigen Stellplatz wählen und dort in aller Diskretion Sex haben, ist zwar von gezwungenen Zuschauern nicht unbedingt erwünscht, kickt aber dennoch und stellt keine echte Gefahr für Dritte dar. Spezielle Parkplatztreffs ermöglichen zudem das prickelnde Sehen und Gesehen werden, wenn dies der Grund für Sex im Auto sein sollte.
Im Grünen: Ein Plätzchen für Sex ist im Grünen mit dem Auto meist schnell gefunden. Dies bietet zudem die Möglichkeit, nicht zwingend im beengenden Innenraum des Wagens Sex zu haben, sondern auch die Motorhaube als Location wählen zu können. Waldwege und Feldwege sind besonders empfehlenswert, vor allem wenn sie abgelegen und wenig frequentiert sind.
Parkhaus: Sehnt man sich im Stadtverkehr nach einer wilden Sexaktion, kann auch ein Parkhaus eine willkommene Abwechslung sein. Am besten eine abgelegene Stelle im Parkhaus wählen.
Waschanlage: Zugegeben, hier ist nur ein Quickie oder ein flinkes, geiles Blaskonzert mit vollen Lippen möglich, aber viele haben es schon vorgemacht: Sex in der Waschanlage.
Soll der Sex jedoch unbedingt während der Fahrt geschehen, empfiehlt es sich, eine geräumige Limousine mit Fahrer zu mieten, die es ermöglicht während der Spritztour Sex zu haben (ohne den Chauffeur damit zu belästigen!). Der eindeutige Vorteil: Beide Hände sind frei, sich gemeinsam voll und ganz auf das erotische Abenteuer einzulassen ist daher noch offensiver möglich.
Wie immer gilt, Sex an öffentlichen Orten ist stets auf eigene Gefahr, denn eine Anzeige könnte die Folge sein, wenn sich jemand von den erotischen Aktivitäten gestört fühlt.
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