Dominanz
Die Dominanz im Sinne der Erotik kommt ohne eine Unterwerfung nicht aus. Wo jemand beherrschen will, muss sich auch jemand unterwerfen wollen. Im sexuellen Bereich muss dies für beide Seiten eine erregende Wirkung haben. Egal ob Mann oder Frau Dominanz beim Sex ausleben möchte, Einvernehmlichkeit der Partner ist das wichtigste neben der Akzeptanz der erteilten Grenzen, die der sich unterwerfende vorgibt.
Ein dominanter Sexualpartner hat große Verantwortung inne, er muss sich stets seiner Kraft und Macht bewusst sein und zudem zu jedem Zeitpunkt die Situation für den sich unterwerfenden Part richtig einzuschätzen wissen. Zudem haben Gefühle wie Rache und Wut keinen Raum in einer Dom/Sub-Beziehung beim Sex. Die stetige Kontrolle seiner selbst ist für einen dominanten Partner äußerst wichtig, insbesondere wenn Praktiken ausgelebt werden, die beispielsweise Fesselungen oder Einsperren enthalten. Hiermit gelangt man ohnehin an einen diskutablen Punkt. Wie wird Dominanz beim Sex ausgelebt?
Dominanz kann lediglich mit Worten gelebt werden, auch Rollenspiele haben meist mit Dominanz und Unterwerfung zu tun. Der psychologische Aspekt in der Beziehung Dominanz – Submission (Unterwerfung) darf nicht unterschätzt werden, im Gegenteil. In der Regel geht es nicht um das Zufügen von Schmerzen, um das „Aufgeilen“ bei „Folter“. Nein, der dominante Part genießt es, den Weg vorzugeben, alles zu bestimmen und damit auch zu überraschen, während der sich unterwerfende Part sich hingibt, vertraut und die Hilflosigkeit und die abgegebenen Entscheidungsgewalt liebt. Vertrauen ist das A und O, aber auch gegenseitiger Respekt. Jeder Part ist gleich viel wert, nur die Ebenbürtigkeit fehlt im sexuellen Spiel von Dominanz und Submission.
Sicherlich spielt Dominanz in einigen Szenekreisen eine Rolle. Ein Fetisch geht nicht selten einher mit Dominanz und Submission. Viele Paare genießen eine Machtverteilung beim Sex, manche wechseln auch zwischen Dominanz und Unterwerfung, was als „switchen“ bezeichnet wird. Grundsätzlich müssen sich beide einig sein, was okay ist und wo es „unter die Gürtellinie“ geht. Dies ist vom Dominanten vollkommen zu akzeptieren. Möchte man sich ausprobieren in diesem spannenden Bereich der Sexualität, ist Information hilfreich und bei ausgeprägteren Wünschen wie Bondage oder Spanking auch unbedingt notwendig. Ansonsten können nette Sextoys und Accessoires, erotische Literatur und heiße Fetisch-Kleidung das Erleben von Dominanz und Unterwerfung abrunden und zu einem fantastischen Erlebnis werden lassen.
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