Swinger und Swingerclubs

Geschrieben von erospa am 17. Dezember 2009 unter Wissenswertes | Den ersten Kommentar schreiben

Partnertausch und sexuelle Kontakte zu verschiedenen Personen, auch Gruppensex gab es zu allen Zeiten. Sex war und ist viel zu schön und vielschichtig, als dass die Menschheit sich stets nur der Monogamie zuwenden hätte können. Daher sind die heutigen Swingerclubs und die Swingerszene nur das moderne Ausleben grundsätzlicher Bedürfnisse, die schon immer vorhanden waren. Zwar steht nicht jeder auf Schokolade und so möchte nicht jeder Swinger sein, was völlig in Ordnung ist. Leider werden aber Swinger allzu oft als „Perverse“ hingestellt, obwohl unter den Swingern der wichtige Grundsatz „Alles kann, nichts muss“ eingehalten wird und in Deutschland üblicherweise die Swingerpartys und andere Swingerveranstaltungen in geschlossenen Bereichen wie Swingerclubs und in Privatwohnungen stattfinden. So sind die Swinger ungestört und Außenstehende werden nicht belästigt. Dennoch sollte man als Swinger vielleicht nicht jedem und sofort unter die Nase reiben, welches frivole Hobby man pflegt, um Vorurteile in seinem Umkreis zu vermeiden.

Vor allem seit den 1990er Jahren ist die Swingerszene immer mehr gewachsen und das Internet gab den letzten Schub, denn Swinger-Online-Plattformen erlauben es heute schnell und unkompliziert, Veranstaltungen zu planen, sich zu privaten Swinger-Treffs zu verabreden oder natürlich auch, sich über Swingerclubs und ihre Veranstaltungspläne zu informieren. Grundsätzlich gibt es zwei übliche Arten von Swingerclubs. In sogenannten Pärchenclubs sind nur Paare erwünscht, in den übrigen Swingerclubs sind zusätzlich auch einzelne Männer und Frauen gern gesehen. Besonders Damen, die gerne Sex mit mehreren Männern lieben (Herrenüberschuss) werden dort auf ihre Kosten kommen. In Swingerclubs werden verschiedene Neigungen ausgelebt, heterosexuelle Praktiken überwiegend, aber teilweise und zunehmend auch homosexuelle und bisexuelle. Nicht jeder geht in Swingerclubs, um direkt Partnertausch und Gruppensex zu vollziehen, beispielsweise gehen auch Paare in den Club, um sich beim Sex zusehen zu lassen, weil sie voyeuristisch veranlagt sind und ihnen die Zuschauer den letzten Kick geben. Exhibitionismus und Voyeurismus sind tatsächlich häufige Gründe für Swinger, auf entsprechende Partys zu gehen, nicht jeder möchte direkten sexuellen Kontakt ausleben.

Die Szene findet sich meist in den Clubs ein, dort werden die idealen Bedingungen und ein angenehmes Ambiente geboten. Zudem sind Themenabende eine interessante Abwechslung für die Swinger. Grundsätzlich gilt in allen Swingerclubs, dass niemand zu etwas gezwungen oder gedrängt werden darf, übermäßig alkoholisierte Personen werden abgewiesen, Neulinge in den meisten Swingerclubs freundlich aufgenommen. In entsprechenden Foren lassen sich auch Swinger-Paten finden, die dabei helfen, in die Szene und Gepflogenheiten hineinzuwachsen und stehen für Fragen und oft als Begleitung zur Verfügung. Dabei handelt es sich um erfahrene Swinger, die schon lange dabei sind und sich daher so gut auskennen. In den Clubs findet man üblicherweise Schließfächer und Duschen vor, ebenso Spielwiesen, Bars und Snacks und noch einiges mehr. Mehrheitlich informieren die Clubs über ihre Webseiten ausführlich über ihre Ausstattung, ihre Regeln und den Veranstaltungskalender. Das Wichtigste für Swinger, die wechselnde Sexualpartner haben, ist allerdings Safer Sex, deswegen liegen in seriösen Swingerclubs Kondome aus oder können dort günstig erworben werden.

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