Viagra – Wie es wirkt, wem es nützt

Geschrieben von erospa am 23. Oktober 2009 unter Wissenswertes | Den ersten Kommentar schreiben

viagraDie Wirkung von Sildenafil, dem Wirkstoff von Viagra, entdeckte man ungewollt 1992, die US-amerikanische Zulassung folgte 1998 und heute, elf Jahre später ist Viagra nicht mehr vom Markt wegzudenken. Ein Wundermittel für die männliche Sexualität sei Viagra meinen viele, das durch Levitra und Cialis mittlerweile Konkurrenz bekommen hat.

Männer, die Erektionsprobleme haben, können mit Hilfe der Einnahme von Viagra in 70 Prozent der Fälle wieder ihren „Mann“ stehen. Jedoch ist neben der Erektion auch eine sexuelle Erregung vonnöten, was einen großen Unterschied zu anderen erektionsunterstützenden Methoden ausmacht. Erstmals in der Geschichte kann Männern gezielt geholfen werden mit Hilfe der kleinen, blauen Pille. Manche sprechen sogar von einer sexuellen Revolution, jedenfalls darf behauptet werden, dass seit der Zulassung von Viagra und Co. das Thema Impotenz offener ausgesprochen wird und somit auch weit häufiger behandelt werden kann. Dies tut auch Beziehungen gut, in denen vor Jahren die gestörte Sexualität durch mangelnde Potenz totgeschwiegen worden wäre. Sicherlich ist durch die körperlich und geistig jung gebliebene Generation der über sechzigjährigen und dem Wollen von langer Jungend auch der Wunsch nach einem normalen Sexleben vorhanden und dieses kann durch Viagra unterstützt werden. Auch jüngere Männer sind von Impotenz betroffen und haben heute einen durch Viagra realistischen Ausweg.

Bevor allerdings zu Viagra gegriffen wird, sollte bedacht werden, dass durch die Potenzpille auch unangenehme Nebenwirkungen auftreten können. Männer, die von koronaren Herzkrankheiten betroffen sind, sollten besser auf Viagra verzichten, ohnehin ist Viagra in Deutschland verschreibungspflichtig und ein Facharzt (z. B. Urologe, Internist) wird in seiner Anamnese auf Vorerkrankungen und weitere Details wie Wechselwirkungen mit anderen einzunehmenden Medikamenten eingehen, bevor er den Rezeptblock für die Potenzpille zückt. Denn Impotenz muss nicht durch ein körperliches Defizit zustande kommen, auch psychische Ursachen können Erektionsstörungen auslösen und bedürfen einer anderen Behandlung als durch Viagra. Darum ist jedem zu raten, nicht leichtsinnig Viagra und Co. über das Internet aus dem Ausland zu bestellen und einzunehmen, was zudem illegal und strafbar wäre. Eine unkontrollierte Einnahme von Viagra oder von Konkurrenzprodukten kann tatsächlich Gesundheit und Leben gefährden.

Die Entwicklung hin zu einer immerwährenden Sexualität und dem Zwang, stets bereit für eine Erektion sein zu müssen, wurde durch Viagra angeheizt und ist bedenklich. Selbst junge Männer, die eigentlich keine Erektionsstörung haben, nehmen Viagra ein, sogar von Viagra-Partys war schon die Rede. Viagra ist aber vor allem für diejenigen geeignet und eine praktikable Lösung, die durch bestimmte körperliche Beschwerden eine Beeinträchtigung der kleinen Blutgefäße im Penis hinnehmen müssen, die für eine Erektion unter anderem verantwortlich sind. Denn genau dort wirkt Viagra. Dies gilt bei einer echten erektilen Dysfunktion, auch Diabetes kann die Durchblutung eben dieser für die Männlichkeit wichtigen Gefäße stören.

Viagra wirkt rund 20 bis 30 Minuten nach der Einnahme und die Wirkung hält für einige Stunden an, in denen einen Erektion möglich ist. Voraussetzung ist allerdings sexuelle Erregung. Der Wirkstoff Sildenafil bewirkt eine Entspannung der Muskeln des Schwellkörpers und so können die Blutgefäße besser durchblutet werden, was eine Erektion erleichtert. Unangenehme und bekannteste Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, ein gereizter Magen, eine verstopfte Nase und Rötungen der Haut sein, manche Männer erleiden eine schmerzhafte Dauererektion.

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