Exhibitionistische Leidenschaft

Geschrieben von erospa am 6. Oktober 2009 unter Wissenswertes | Den ersten Kommentar schreiben

Als sexuelle Neigung wird der Exhibitionismus beschrieben, bei der ein Exhibitionist Lust empfindet, wenn er sich nackt oder aber auch bei einer sexuellen Handlung zeigt und von anderen Personen dabei gesehen wird. Das klassische Bild, das vom Exhibitionisten gezeichnet wird, ist der vielbesagte Mann im Mantel, der diesen ruckartig vor einer oder mehreren Frauen öffnet und darunter völlig nackt seinen (steifen) Penis vorzeigt. Nun ja, juristisch betrachtet gibt es eben nur männliche Exhibitionisten und ihre Handlung ist sogar strafbar. Doch im Sinne der Erotik kann Exhibitionismus einfach bedeuten, dass man es als erregend empfindet, wenn man beim Sex beobachtet wird, und diese umgangssprachliche Auslegung trifft durchaus auch auf Frauen zu. Sofern dies in einem geschützten Rahmen geschieht wie beispielsweise in einem Swinger Club, wo sich letztlich niemand belästigt fühlt, sondern im Gegenteil wohl seinen Voyeurismus ausleben kann, ist gegen eine derartige exhibitionistische Veranlagung nichts einzuwenden.

Für Frauen, Männer und Paare ist es einfach ein zusätzlicher Kick, wenn sie sich bei der Masturbation oder beim Sex zeigen und zusehen lassen. Die entsprechenden Rahmenbedingungen ergeben sich wie erwähnt auf Swinger Veranstaltungen und natürlich auch auf privaten Erotik-Partys. Alleine die Vorfreude auf einen solchen Abend erregt viele und wenn sie mit dem Partner nackt in erotischer Aktion interessierte Zuschauer gefunden haben, ist die Stimulation höher, das Empfinden stärker. Man weiß, dass der eigene, nackte Körper und der sexuelle Akt die Zusehenden in ihren Bann schlagen und sie zweifellos auch in sexuelle Schwingungen versetzen. Hier findet die optimale Ergänzung von exhibitionistischer Veranlagung und seines Gegenparts, des Voyeurismus, statt und gegenseitig gibt man sich das, was man braucht.

Auch Paare, die bewusst in der Öffentlichkeit Sex haben, sind sicherlich exhibitionistisch veranlagt, aber anders als in einem geschlossenen Rahmen nehmen sie bewusst in Kauf, andere zu belästigen und deswegen eventuell Ärger zu bekommen. Mittlerweile kann man seine exhibitionistische Neigung auch virtuell ausleben, beispielsweise über Webcams auf entsprechenden Erotikportalen, auch eine sehr interessante Möglichkeit, seinen Drang nach Nacktheit und Sexualität in der Öffentlichkeit zu stillen. Und wer ein Pornostar werden möchte, muss natürlich Spaß daran haben seinen nackten Körper in allen Details zur Schau zu tragen und für ein weitgestreutes Publikum beim Geschlechtsverkehr über Jahre hinaus gesehen werden zu können.

Oft wird auch über Frauen und Männer gesagt, dass sie exhibitionistisch veranlagt seien, weil sie sich beispielsweise im Englischen Garten nackt in den heißen Sommermonaten zeigen. Selbstverständlich muss man eine gewisse Zeigefreudigkeit seines nackten Körpers haben, aber mit erotischem Exhibitionismus hat dies nun wirklich nichts zu tun, schließlich tun sie es nicht, weil es sie erregt.

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