Die vier Phasen des Orgasmus

Geschrieben von erospa am 7. September 2009 unter Liebe, Sex, Partnerschaft, Wissenswertes | Den ersten Kommentar schreiben

OrgasmusDer Orgasmus ist ein Thema, das Frauen wie Männer beschäftigt und zu Lust oder Frust führen kann. Das wichtigste, um zum Höhepunkt zu gelangen ist, sich mit seinem eigenen Körper zu beschäftigen, praktischerweise bei der Masturbation, eventuell auch mit Hilfsmitteln. Nur wer selbst herausgefunden hat, was als besonders erregend empfunden wird, kann diese Erfahrungswerte dem Partner vermitteln. Und genau dies ist ein weiterer wichtiger Punkt, damit kein Orgasmusfrust aufkommt: offene Gespräche mit dem Partner über das was gefällt und sensible (Hand-)Führung und Hilfestellung. Hilfreich ist auch eine aufmerksame Beobachtungsgabe, denn aus den Reaktionen des Partners lässt sich herausfinden, ob man auf dem richtigen Weg zum lustvollen Höhepunkt ist. Außerdem ist es hilfreich, die vier Phasen des Orgasmus zu kennen.

Bei Männern wie bei Frauen kann man vor dem Orgasmus diese vier Phasen beobachten, die sich bei beiden Geschlechtern ähneln. Zu Beginn steht – wer hätte es gedacht – die Erregungsphase. Dazu gehört natürlich auch der Wille zu heißen Vergnügungen, denn die Erregung beginnt zumeist im Kopf und macht sich anschließend körperlich bemerkbar, bei beiden steigt der Puls an und das Herz schlägt schneller. Bei der Frau stellen sich zudem die Brustwarzen auf und es tritt durch eine vermehrte Durchblutung eine Vergrößerung der Klitoris auf. Die Vagina wird feucht. Jetzt ist die Frau besonders sensibel und jede Berührung kann sie dem Orgasmus ein Stückchen näher bringen, insbesondere welche mit feuchten Fingern und dem Mund oder auch mit Sextoys wie beispielsweise einem Vibrator. Beim erregten Mann richtet sich der Penis auf und die sogenannten Lusttröpfchen kommen zum Vorschein. Aber auch die Hoden reagieren, in dem sie näher an den Körper wandern. Jeder sollte verinnerlichen, dass die Erregungsphase ausschlaggebend ist für die weiteren Phasen und der Intensität des damit (hoffentlich) verbundenen Orgasmus. Darum nicht frustriert schweigen, wenn der oder die Liebste die Hand so anlegt, dass es langweilt, sondern lieber aussprechen, wie es schön wäre. Und Zeit nehmen! Wer sich unter Druck setzt, hat schon fast verloren.  

Die anschließende Plateauphase fällt kürzer aus. Die Atmung wird bei Männern wie bei Frauen schneller, der Puls erhöht sich erneut und die Erregung ist auf einem Niveau, das nur noch über den Orgasmus gesteigert werden kann, die Erregung hat also ein gewisses Plateau erreicht. Bevor es zum Orgasmus kommt, schwillt in dieser Phase die Vagina an und die kleinen Schamlippen werden noch intensiver durchblutet und vergrößern sich entsprechend. Ebenfalls lässt sich beim Mann eine erneute Steigerung der Penisschwellung verzeichnen und vor allem ist die Eichel nun sehr stark durchblutet und dadurch dunkelrot verfärbt. Auch seine Hoden schwellen an. Es ist übrigens ein Gerücht, dass Frauen lange bräuchten, bis sie Phase zwei und den Orgasmus erreichen würden. Bei der Masturbation kann dies innerhalb weniger Minuten geschehen und wenn der Partner seine Liebste gut kennt oder sie ihm zeigt, was ihr gefällt, ist es ebenfalls möglich, dass die Orgasmusphase so rasch wie beim Mann eintritt.

In der sekundenlangen Orgasmusphase kommen Mann und Frau zum Orgasmus. Wahrhaft hat man in dieser Phase die Kontrolle über sich verloren und genießt einfach die Wellen, die den Körper von Mann und Frau durchwogen. Der Atem ist nun besonders schnell und der Puls rast, das Herz schlägt wie wild. Beim weiblichen Orgasmus pulst die Vagina rhythmisch durch Muskelkontraktionen von Scheide, Gebärmutter und Beckenboden. Der Mann ejakuliert, auch bei ihm treten Kontraktionen auf, die nicht nur den Penis durchwogen, sondern ebenfalls den gesamten Beckenboden. Der höchste Genuss beim Sex! Die vierte Phase, die Rückbildungsphase ist die Zeit, in der man körperlich langsam wieder in den „Normalmodus“ zurückkehrt und gekuschelt wird. Langsam kommt man wieder zur Besinnung und die Geschlechtsorgane schwellen wieder ab. Oft hat man nun den Kopf frei und ist körperlich völlig entspannt.

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