Erotische Elektrostimulation – Erotisches Spiel mit Strom
Ursprünglich wurden Geräte zur Elektrostimulation für das passive Muskeltraining erfunden, doch bald entdeckten einige Personen die erregende Wirkung derselben, wenn sie zweckentfremdet eingesetzt wurden. Die erotische Elektrostimulation war geboren und sie findet momentan zunehmend Interessenten und begeisterte Nutzer. Bevor man jedoch eigenhändig mit dieser Form der erotischen Stimulation mittels Reizstrom experimentiert, sollte man über die Geräte, ihre Anwendung und die Risiken Bescheid wissen.
Lange Zeit fand die erotische Elektrostimulation fast ausschließlich in der BDSM-Szene statt, doch in den letzten fünf bis zehn Jahren erobern Geräte wie EMS, TENS und auch die berüchtigte Violet Wand sowie Spezialgeräte für E-Stim einen weiter gestreuten Personenkreis. Üblicherweise wird Reizstrom in der Medizin angewandt, um entweder passiv Muskeln zu trainieren via EMS (Elektrische Muskelstimulation) oder bei der Schmerzbehandlung via TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation). Diese und ähnliche Geräte arbeiten mit Gleichstrom oder auch mit niederfrequentem Wechselstrom, sie bestehen meist aus einem Regler und Elektroden, die am Körper angebracht werden. Für E-Stim, auch Elektrosex genannt, werden die Elektroden in der Nähe von oder an Geschlechtsteilen aufgebracht. Unterschiedliche Elektroden haben des Weiteren eine Auswirkung auf die empfundenen Gefühle bei E-Stim, die von einem Kribbeln bis hin zu heftigen Vibrationen reichen sollen und von E-Stim-Fans als unbeschreiblich bezeichnet werden. Bei erotischer Elektrostimulation erreichen manche Menschen über längere Zeit den Zustand kurz vor dem Orgasmus. Die Violet Wand ist übrigens ein Glaskolben oder auch eine Glassonde, die durch eine Tesla-Spule leichte Stromschläge auf den Körper übertragen kann, ohne dass eine Elektrode an einem bestimmten Körperteil befestigt sein muss.
Wichtige Regeln müssen bei Elektrosex stets beachtet werden. Erotische Elektrostimulation darf ausschließlich mit professionellen Geräten und niemals mit Eigenbasteleien durchgeführt werden! Zu hoch ist ansonsten die Gefahr von Verletzungen oder gar dem Tod! Ebenfalls ist die Einhaltung der Sicherheitsregeln und der Betriebsanleitung eines E-Stim-Gerätes Voraussetzung für eine gefahrlose und dafür prickelnde, heiße Erfahrung mit Reizstrom. Zudem gibt es zu speziellen Geräten für E-Stim entsprechende Elektroden wie etwa an die Vagina angepasste Elektroden, aber auch leitende Analplugs und einiges mehr. Mobile E-Stim-Geräte lassen der Fantasie freien Lauf und laden zu reizvollen Paarspielen ein, wenn sie fernzusteuern sind.
Als Anfänger ist es empfehlenswert, sich alleine mit dem erotischen Reizstrom vertraut zu machen und vorsichtig mit dem Regler und den Bereichen für die Elektroden zu experimentieren, bis man weiß, was gefällt und prickelt und was nicht. Dabei kann man meist Frequenz und Spannung ändern, teure Geräte können bestimmte Abläufe sogar abspeichern und automatisch wiederholen. Es ist anzuraten, nicht sofort einer anderen Person den Regler zu überlassen, denn die Grenze zwischen extremer Lust und Schmerz ist sehr leicht überschritten. Auch deswegen ist man innerhalb der BDSM-Szene von Elektrosex angetan, denn Strafspielchen und ähnliches lassen sich interessant gestalten. Bei großem Vertrauen ist natürlich auch ein gemeinsames Entdecken an der Lust mit Strom möglich. Wer nun auf erotische Elektrostimulation neugierig geworden ist, sollte sich erst umfassend informieren, bevor er dieses erotische Sexperiment wagt.
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