Für sanftes, erotisches Gleiten
Seidenweich soll es sein und angenehm gleitend für mehr Lust, Entspannung und erotischen Spaß – das Gleitmittel. Früher vielleicht als Mittel zum Zweck bei Homosexuellen verschrien, sind heute viele von den Vorzügen der Gleitmittel begeistert, ob beim Soloplay mit Toys oder beim Sex mit dem Partner. Doch Gleitmittel ist nicht gleich Gleitmittel, es gibt einiges, was man wissen sollte und beachten muss. Vorweg, verallgemeinert kann nicht gesagt werden, welches Gleitmittel das Non plus Ultra darstellt. Dies ist von den persönlichen erotischen Vorlieben und dem angedachten Verwendungszweck abhängig. Allerdings kann man zwischen vier verschiedenen Grundformen unterscheiden.
Der verbreitetste Vertreter ist das Gleitmittel auf Wasser-Basis. Gleitmittel, die auf Wasser basieren, sind einerseits sehr beliebt, weil sie gut verträglich sind und vor allem in Verbindung mit Kondomen und Toys keine Probleme auftreten. Geschmacksneutral und leicht ab- und auswaschbar müssen sich wasser-basierende Gleitmittel jedoch die Kritik gefallen lassen, dass sie ihre Gleit-Wirkung relativ rasch verlieren und erneut welches aufgetragen werden muss. Für großflächige, längere Massagen ist es zudem nicht unbedingt geeignet, wobei die Hersteller Wasser-Basis-Gleitmittel mit immer besseren Eigenschaften auszustatten versuchen.
Anders sieht dies bei Gleitmitteln auf Öl-Basis aus, die lange ihre Gleitwirkung behalten und daher recht sparsam eingesetzt werden können. Jedoch müssen bei Öl-basierenden Gleitmitteln häufiger Hautirritationen oder allergische Reaktionen hingenommen werden. Leider lässt sich Gleitmittel auf Öl-Basis oft schlecht aus der Bettwäsche auswaschen. Viel weitreichendere Auswirkungen bezweckt ölhaltiges Gleitmittel, wenn es mit Kondomen verwendet wird. Diese werden brüchig und bieten keine Schutzwirkung mehr vor Krankheiten oder einer Empfängnis. Auch bei der Verwendung mit Sextoys sind Öl-basierende Gleitmittel nicht die ideale Besetzung.
Gleitmittel beziehungsweise Gleitgele auf Silikon-Basis haben hervorragende Gleiteigenschaften und sind für Analsex, aber auch für Fisting-Spiele optimal. Natürlich können sie wie alle Gleitmittel auch vaginal verwendet werden. Jedoch sollte man auf die Hersteller-Empfehlungen bezüglich des Gebrauchs mit Kondomen achten. Außerdem dürfen sie im Normalfall nicht zusammen mit Toys aus Silikon wie etwas Silikondildos verwendet werden, da das Silikon-basierenden Gleitmittel das Silikonmaterial des Toys angreifen und beschädigen kann. Leider lassen sich Silikon-Gleitmittel oft sehr schlecht aus Textilien auswaschen.
Zuletzt sind die modernen Mischformen von Gleitmitteln zu erwähnen, die eine Kombination aus Wasser-basierenden und Silikon-basierenden Gleitmitteln darstellen. Dadurch haben sie sehr gute Eigenschaften, vereinen sozusagen die positiven Aspekte dieser beiden Arten von Gleitmitteln und sind oft auch in Verbindung mit Toys und Kondomen anwendbar, ohne ein Risiko einzugehen.
Für alle Gleitmittel gilt, dass von ihnen Sonderformen wie Gleitgele mit Geschmack oder spezielles Gleitmittel für Analverkehr angeboten werden und die Herstellerangaben zu beachten sind. Vermehrt werden auch Gleitgele mit Wirkstoffen, die beispielsweise entkrampfend wirken oder aber einen Wärmeeffekt beim Anwenden erzielen, gekauft. Die Anwendung von Gleitmittel ist denkbar einfach. Bei Toys gibt man geeignetes Gleitmittel direkt auf das Spielzeug oder auf Vagina beziehungsweise After. Beim Verkehr mit dem Partner kann das Gleitmittel ebenfalls direkt auf den Penis aufgetragen werden oder aber auch auf oder/und in Vagina beziehungsweise After. Eines steht jedenfalls fest. Wer einmal hochwertiges Gleitmittel verwendet hat, wird für immer auf Olivenöl, Vaseline oder Babyöl verzichten, weil Gleitmittel ein viel schöneres, sinnlicheres Gefühl zulassen.
Popularity: 2% [?]



Neuen Kommentar hinzufügen