Vibratoren – Das wohl bekannteste Sexspielzeug neben den Dildos
Im Gegensatz zu Dildos ist der Vibrator ein Sexspielzeug, das ebenfalls einem Penis nachempfunden ist, aber zusätzlich durch einen kleinen Motor zum Schwingen gebracht wird. Aus heutiger Sicht besitzt die Entstehungsgeschichte des Vibrators kuriose Züge. So war der Vibrator ein medizinisches Gerät, das zur Behandlung der „weiblichen Hysterie“ eingesetzt wurde und andere Behandlungsmethoden wie intime Massagen durch Ärzte oder eine Wasserstrahlbehandlung bis zum Höhepunkt ablöste. Es wurde davon ausgegangen, dass der Orgasmus die „Hysterie“ heilen und die Frau beruhigen würde. Ganz unrecht hatten die damaligen Mediziner ja nicht.
Ein klobiger Vorgänger des Vibrators war der sogenannte, dampfbetriebene „Manipulator“, der wegen seiner Ausmaße nur in Arztpraxen angewendet werden konnte. Der eigentliche Vibrator wurde im Jahre 1883 von Mortimor Granville erfunden und war weitaus handlicher. Ursprünglich sollte es ein Massagegerät für Männer sein, doch seine Maße waren geradezu prädestiniert für die sexuelle Befriedigung der Frau, die nun auch zu Hause geschehen konnte. Zur Jahrhundertwende nach der Erfindung entwickelten sich bald viele Modelle von Vibratoren unterschiedlicher Art. Darunter befanden sich Standgeräte und schließlich Vibratoren, die einen Steckdosenanschluss besaßen. Allerdings wurden sie als medizinische Geräte angepriesen oder als Haushaltsgeräte, Vibratoren sollten den damaligen Werbeanzeigen gemäß sogar die „Schönheit und Jugend der Ehefrauen“ bewahren.
Im Zuge der Emanzipation und der sexuellen Revolution ging man offen mit dem wahren Verwendungszweck des Vibrators um und natürlich sind die heutigen Modelle in der Regel Batteriebetrieben und jeder weiß, dass sie der sexuellen Befriedigung dienen. Die Modelle sind in allen erdenklichen Größen, Formen und Farben erhältlich und sind zudem auf die weiblichen Bedürfnisse zugeschnitten. Mit G-Punkt-Stimulator, Klitoris-Stimulation, diversen Noppen, rotierend und vibrierend und aus verschiedenen Materialien beglücken sie Frauen und Pärchen. Darüber hinaus finden sich Vibratoren, die nicht einzig für die vaginale und klitorale Stimulation gedacht sind, sondern durch angepasste Formen für anale Verwöhnstunden entworfen wurden. Eines ist gewiss, für jede Vorliebe und jeden Geschmack ist heute ein Vibrator erhältlich, der sinnliche Momente ermöglicht, auch als wasserdichte Version für den Lustgenuss unter der Dusche oder in der Wanne.
Für eine gute Hygiene und anhaltende Freude mit dem Vibrator, sollte er richtig gepflegt werden. Normalerweise reicht es aus, wenn er vor und nach dem Gebrauch mit mildem, laufwarmem Seifenwasser abgewaschen wird. Gegebenenfalls kann auch eine Intimwaschlotion für die Vibrator-Reinigung verwendet werden. Wurde der Vibrator benutzt während man eine Scheideninfektion hatte, wird das Sexspielzeug mit einem alkoholfreien Desinfektionsmittel behandelt, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden. Übrigens: Jedem guten Vibrator ist ein Pflege- und Hygienehinweis beigelegt, der genau auf das jeweilige Produkt abgestimmt ist. Dem erotischen Spaß alleine oder zu zweit steht mit dem Vibrator somit nichts im Wege.
Popularity: 5% [?]



Neuen Kommentar hinzufügen