Der Frust mit der Lust – oder wenn Männer keine Lust haben.
Es hat nicht geklappt! Das ist nicht zum ersten Mal vorgekommen, liegt es etwa an mir? Natürlich gehen da alle Alarmglocken beim weiblichen Geschlecht an.
Ist es nicht so? Männer wollen immer! Aber ob sie immer können? Inzwischen sind es nicht mehr immer nur die Frauen, die “Migräne” haben, wenn es zur Sache geht. Immer häufiger sind es die Männer, die für eine Flaute im Schlafzimmer sorgen. Laut dem Hamburger Sexualforscher G. Schmitt hat sich die Anzahl der Männer, die in seine Sprechstunde kommen und über Lustlosigkeit klagen, seit den 70er- Jahren vervierfacht. Die Dunkelziffer dürfte dabei aber wesentlich höher liegen. Manche Experten vermuten sogar, dass jeder zweite Mann zeitweilig und auf Dauer zum Sexverweigerer wird. Dass die Zahlen so weit auseinander klaffen, liegt wohl an der Natur des Mannes. Welcher Mann würde ohne Leidensdruck freiwillig über seine ausbleibende Lust sprechen?
Natürlich fragt sich jede Frau, ob es an ihr liegt, wenn sein bestes Stück nicht mehr funktioniert wie früher einmal. Dann kommen ihr Fragen in den Sinn wie etwa: Liebt er mich nicht mehr, wenn er mich nicht mehr oder nur noch selten begehrt? Ist vielleicht eine andere Frau im Spiel? Will er nicht, weil er nicht kann oder kann er nicht, weil er nicht will? Das sind Fragen, bei denen sogar Experten Probleme haben, sie eindeutig zu beantworten. Klar, manchmal kann es körperliche Ursachen haben, dass Mann versagt, etwa eine Erkältung oder fehlender Schlaf. Experten sprechen erst dann von Impotenz, wenn über einen Zeitraum von 3-6 Monaten alle Erektionsversuche erfolglos verlaufen und er nicht einmal mehr beim Masturbieren reagiert und sich versteift, wenn sogar die “Morgenlatte” ausbleibt oder nur noch selten auftritt.
Aber wir haben es hierbei nur mit der Spitze des Eisbergs zu tun. Es gibt viele Abstufungen von Lustlosigkeit, mit ebenso vielen Ursachen hierfür.
1. Die “geht nicht gibt’s nicht”- Falle
Männlein wie Weiblein können ja beim Sex so ziemlich alles vortäuschen und tun dies auch öfter, als man denkt! Nur eines geht nicht vorzutäuschen – eine Erektion! Frauen unterliegen hierbei leider dem Irrtum, dass sie denken, man sieht es am Grad seiner Erektion, wie es mit seiner Leidenschaft bestellt ist. Aber weit gefehlt meine Damen! Ein Mann kann durchaus Zärtlichkeiten und Streicheleinheiten genießen ohne, dass sein bestes Stück lebendig wird. Leider ist es so, dass viele – auch viele aufgeschlossene Frauen – ihren Männern nicht die gleiche Freiheit wie sich selbst zugestehen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt funktionieren zu müssen, der Gedanke allein genügt oft schon, dass sich bei sensiblen Männern überhaupt nichts mehr regt. Die kluge Frau nimmt das als gegeben hin und macht daraus kein Problem, sie lässt ihren Mann einfach in Ruhe und vertraut darauf, dass es nichts mit ihr oder der Beziehung zu tun hat.
2. Der angepasste Mann
Klar, den gibt es, den Mann der spült, putzt und wäscht, der spurt, wenn Frau was sagt. Aber, devote Männer haben oft wesentlich mehr Probleme mit der Erektion, als Dominante. Laut der Massachusetts-Male-Aging-Studie litten Männer, die auf einer Dominanzskala von 16 Punkten nur 0-9,5 Punkte erreichten, doppelt so oft unter Erektionsschwäche wie dominante Männer. Schaffen sie sich also lieber eine Putzfrau an, als ihren Mann zu sehr zu dressieren. Studien haben ergeben, dass er, wenn er unter anderen Männern ist, wieder merkt, dass er ein Mann ist. Also sagen sie am Besten nichts, wenn er einmal wieder mit seinen Freunden zum Fußballplatz geht.
3. Stress
Dieser blockiert die Produktion des Sexualhormons, also blockiert Stress auch seine Lust. Wäre Mann nicht zu stolz, das zuzugeben, und würde seine Frau nicht einfach im Dunkeln tappen lassen, wäre das kein Problem, aber so sind Männer eben. Die Folge ist, dass sie ihn, ohne es zu wollen, unter Druck setzt, da sie ja erwartet, dass er sie begehrt. Dann geht irgendwann gar nichts mehr und guter Rat ist teuer. Abhilfe könnte da schaffen, wenn er ehrlich ist und sich längere Zeit nicht sexuell betätigt.
4. Sex als Belohnung.
Wenn sie den Sex dazu benutzt um ihn zu ganz bestimmten Verhalten zu bewegen, also Sex als Belohnung missbraucht, dann finden das die meisten Männer mehr als lästig, denn ein solches Vorgehen beleidigt ihn ja indirekt in seiner Manneswürde. Wen wundert es dann noch, dass er das nicht mitmacht und einfach nicht kann? Dieses Problem ist ganz einfach zu beheben, bestätigen sie ihn doch in seiner Manneswürde, verführen sie ihn einfach einmal während der Mittagspause in der Küche, einfach so. Sie werden sich wundern, wie standhaft ihr Schlappi plötzlich wird.
5. Ihn bevormunden
Klar, es ist nicht böse gemeint, wenn sie ihn bemuttert und ihm vielleicht sogar denselben Kosenamen gibt, wie ihn vor Jahren Mutti auch gerufen hat. Sie nimmt ihm damit den Stolz, ein richtiger Mann zu sein. Die Lösung liegt auch hier bei der Frau. Nehmen sie ihn ernst und akzeptieren sie den Mann.
6. Reizüberflutung
Er braucht doch nur eine Illustrierte aufzuschlagen und kann die tollsten Frauen und Männer sehen, dazu noch in den abenteuerlichsten Posen. Hirnforscher haben festgestellt, dass sich dadurch unsere Hirnstruktur verändert. Brachten es die Erregungskurven beim Orgasmus vor 15 Jahren noch auf 190, so sind sie jetzt im Durchschnitt auf 170 gefallen und die Tendenz zeigt weiter nach unten. Vielleicht ist in 150 Jahren Sex total uninteressant?
7. Die männliche Angst
Männer machen sich ja um nichts mehr Sorgen, als um ihre Potenz, dann jedenfalls, wenn sie schon einmal Probleme damit hatten. Und wer hatte die noch nicht? Genau da liegt der Knackpunk zu diesem Problem, Männer sind daran gewöhnt, dass er sich bei eindeutigen Signalen seitens der Frau regt. Was aber, wenn sich einmal nichts tut? Panik und Verzweiflung kommen auf, besonders bei Männern die es gewohnt sind, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen, kann das größere Panikattacken auslösen. Aber wenn sie dann den ersten Schock überwunden haben, gehen sie ganz sachlich und logisch an das Problem. Sie setzen ihre Geisteskraft und ihren eisernen Willen ein. Nur das Ergebnis ist erschütternd. “Es tut sich nichts!” Je intensiver sich die Herren der Schöpfung mit dem Problem befassen und je härter sie daran arbeiten, umso schlaffer wird ihr “Mannesstolz”. Das eigentliche Problem liegt darin, dass sie unbewusst Angst haben und diese Angst blockiert alles, was sie bewusst unternehmen. Das Einzige was hilft, ist absolute Abstinenz, um das Unterbewusstsein zu beruhigen und es die Angst vergessen zu lassen.
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mike schreibt,
Männer und keine Lust – ja ist mir als Mann auch schon passiert. Da gibt es Tage, da könnte man am liebsten 3-4x, dann aber gibt es wieder Tage, da hat man(n) einfach keinen Bock. Die Gründe können ganz unterschiedlich sein – meist ist es aber bei mir Stress. Da hilft es dann auch kaum etwas, wenn einem die liebste versucht mit Zärtlichkeiten zu “wecken”. Wobei es dann bei mir auf diese Weise dann doch meist noch etwas wird. Aber die Stimmung kann schon an verschiedenen Tagen ganz unterschiedlich sein. Das eine Reizüberflutung aof eine Ursache sein kann, dass könnte ich mir gut vorstellen. Nackte Haut kann man schließlich Überall zu sehen bekommen – gerade im Internet ja nur ein paar Mausklicks entfernt und schon bekommt man die tiefsten Einblicke. Aber ob dies dann immer so förderlich ist? Es kann auch abtörnend sein.
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